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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 403 mal aufgerufen
 SINATRA – DIES UND DAS
Holger Schnabl
Prinzipal & Melancholiker


Beiträge: 1.635

27.04.2006 22:49
ARCHIV-THEMA: Wie lange noch? Zitat · antworten

Gesendet: 23:31 - 15.03.2004 von HOLGER SCHNABL

Guten Tag!

Sie alle besuchen in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Internet-Seiten, die sich mit dem Thema Sinatra in der einen oder anderen Weise auseinandersetzen. Nicht wenige unter Ihnen dürften auch über Sinatra-Sammlungen verschiedenster Größenordnungen verfügen – die einen Hörer begnügen sich mit einigen Samplern aus den veschiedensten Karriere-Abschnitten, die anderen wiederum sind von wilder Sammel-Leidenschaft gepackt und können an keinem Sinatra-Gegenstand vorübergehen, ohne ihn gleich zu kaufen, sei es nun CD, LP, Poster, Buch oder gar Büste (auch letzteres soll schon vorgekommen sein).

Nun denn, einige von Ihnen entwickelten dieses Interesse vielleicht erst vor relativ kurzer Zeit, andere wiederum mögen schon jahrelang, wenn nicht gar jahrzehntelang Sinatra-Enthusiasten sein.

Nichts trotz Desto, persönliche Interessen sind, wie alles im Leben, auch einem gewissen zeitlichen Wandel unterliegend – daher meine Kernfrage: Was meinen Sie persönlich, wie lange Sie noch Interesse für Sinatras Musik bzw. für Internet-Aktivitäten zu diesem Thema – Sinatra nämlich – aufbringen werden, wird dasselbe mit der Zeit immer mehr abnehmen, schlussendlich ganz abflachen und verblassen, so dass die verschiedenen Tonträger des Sängers nur mehr Staffage in ihrem Regal sein werden, vielleicht sogar am nächstbesten Trödelmarkt feilgeboten und verhökert werden, um sie loszuwerden und Platz zu schaffen für neue Musik? Oder aber können Sie sich vorstellen, Sinatra bzw. seiner Musik auch in fünf, zehn oder gar zwanzig oder vierzig Jahren immer noch dasselbe Interesse entgegenzubringen wie hier und heute?

Eine – wie ich zugeben muss – etwas hypothetische Frage, die man sich vielleicht dennoch hin und wieder stellen sollte. Wie lange also gedenken Sie, sich noch mit Sinatra bzw. seiner Musik zu beschäftigen? - Ist Ihr Interesse nach vielleicht anfänglicher Euphorie womöglich bereits im Schwinden begriffen oder aber imme noch im vollen Umfang gegeben? - Wie immer hoffe ich auf eine rege Diskussion mit zahlreicher Beteiligung von Ihrer Seite.

Dieses unser neuestes Thema eignet sich ganz wunderbar für eine ersprießliche Debatte, die mitunter zu ganz erstaunlichen Ergebnissen führen könnte. Frisch ans Werk, rufe ich Ihnen hiermit wieder einmal zu!

Allen noch einen gemütlichen Abend
H.S.

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Gesendet: 09:44 - 16.03.2004 von MARCUS

"gar Büste (auch letzteres soll schon vorgekommen sein)."

Da ganz offensichtlich ich hier angesprochen bin, kann ich sagen, daß ich mir sicher bin, bis ans Lebensende Sinatra-Enthusiast zu bleiben.
Ich bin dies schließlich bereits fast ein halbes Leben und die Lücke, die sich auftun würde, würde ich mich nicht mehr mit Sinatra beschäftigen würde, wäre viel zu groß, als das ich wüßte womit ich diese schließen sollte.
Außerdem habe ich in jeder Lebenssiituation, egal, wie ich gerade gelaunt bin, immer ein passendes Sinatra-Lied oder eine Filmszene im Kopf. Es gibt keine Lebenssituation, auf die es in Sinatras Schaffen nicht mindstens einen Hinweis gibt. Sowas kriegt man aus den Köpfen einfach nicht mehr heraus.
Die Büste kann man mir nehmen, die Erinnerung an Sinatra nicht.
(selbst Alzheimer-Patienten sollen sich ja noch an Lieder erinnern können)

Marcus

P.S. Es handelt sich um ein sehr interessantes Thema und sogar um eins, was bislang weder im OME, noch im DSS-Forum thematisiert wurde.
Da in diesen beiden Foren mehr Mitglieder sind und die Diskussionen erfahrungsgamäß lebhafter ausfallen, schlage ich Dir vor Holger, dieses Thema auch dort mal vorzuschlagen. Ich bin sicher, daß in diesen Foren die Debatten noch ersprießlicher ausfallen werden.

PS 2: Falls Du die Büste doch noch einmal besichtigen möchtest: Du bist jederzeit herzlich eingeladen.

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Gesendet: 23:05 - 17.03.2004 von HOLGER SCHNABL

Guten Tag!

Ob in einem anderen Sinatra-Forum die Beteiligung am Thema größer wäre, kann ich nicht so ohne Weiteres abschätzen – ob und wer hier in diesem meinem Forum vorbeischaut bzw. sich beteiligt oder nicht vorbeischaut und sich nicht beteiligt, scheint mir gar nicht einmal so sehr mit den Themen oder Sinatra zusammenzuhängen, sondern (das ist eine Vermutung) womöglich auch, vielleicht sogar hauptsächlich, mit meiner Person. - Manche meiden dieses Forum vielleicht sogar aus Prinzip, weil es eben aus meiner Ecke kommt.... diese Leute würden aber vermutlich auch in einem anderen Forum nicht auf ein Thema antworten, welches von MIR aufgeworfen wird. Somit hätten wir dann wohl hier wie da annähernd dieselbe Beteiligungsrate.

Außerdem würde ich ja den Sinn DIESES Forums gleichsam in Frage stellen, wollte ich dasselbe Thema an einem anderen Ort ebenfalls zur Diskussion stellen...

Aber nicht länger will ich schwatzhaft bei Marginalien verweilen, zurück also zum Thema:

Intensiv mit Sinatras Musik auseinanderzusetzen begann ich mich – wie mehrfach schon erwähnt - anno 1990, also vor bereits längerer Zeit. Prognosen betreffs der Zukunft wage ich nur in begrenztem Zeitraum: Jedenfalls nach jetzigem Stand der Dinge gehe ich davon aus, dass mein Interesse an Sinatras musikalischem Wirken in den nächsten ein bis zwei Jahren im Großen und Ganzen erhalten bleiben wird. Für die Privat-Person Sinatra selbst habe ich mich allerdings noch nie weiter interessiert – seinen öfters da und dort erwähnten Charakterstärken- bzw. -Schwächen stehe ich weitestgehend neutral gegenüber, für mich zählen seine Plattenaufnahmen, seine Laufbahn als vor Publikum auftretendem Künstler und (eher am Rande) seine besseren Filme. Da also für mich das Werk und nicht die Person im Mittelpunkt meines Interesses steht, stellt sich mir naturgemäß die Frage nach einem Kauf von Postern, Autogrammkarten, Kaffeetassen und dergleichen Dingen erst gar nicht – außer den diversen CDs und vereinzelten Platten wird in meinem lauschigen Dachstübchen auch niemand einen Hinweis auf mein Sinatra-Interesse finden, keine Poster, keine Büsten, keine Uhren mit Sinatra-Konterfei.

Wenngleich sich bei mir immer wieder ganz von selbst kürzere oder auch längere Zeitabschnitte ergeben, in denen ich mir keine Musik von Sinatra anhöre, bleibt er bzw. eben seine Musik doch stets ein wenig im Bewußtsein verankert. Nach einer gewissen „Abstinenz“ (welche auch schon einmal drei Monate währen kann) kehre ich – so meine Erfahrung – mit erhöhtem, ja erneuertem und gesteigertem Interesse zu Sinatras Aufnahmen zurück. Zumeist beginne ich dann mit Sinatra-Dorsey. - Schlagartig wird mir dann wieder so richtig bewußt, warum Sinatra zu seinen Glanzzeiten (1939-1965) der für mich „beste“ Sänger bzw. Interpret der populären Musik des 20. Jahrhunderts war oder vielmehr in gewisser Hinsicht immer noch ist. Würde ich nicht immer wieder diese Pausen einlegen (welche nie geplant sind, sondern sich immer von selbst ergeben), so würde ich vermutlich irgendwann nichts mehr „Besonderes“ an Sinatra finden – nach einer längeren Pause aber hat man ein gewissermaßen neues, frisches Hörerlebnis. Unbedingt ausprobieren, werte Besucher!

Je nun, ob mein Interesse an Sinatras Musik für den Rest meiner Tage anhalten wird, kann ich nicht beantworten – manches was einem in diesem Lebensabschnitt wichtig ist, verliert in jenem völlig an Bedeutung – aber für die nächste Zukunft denke ich sagen zu können, dass sich mein Interesse (Pausen, die immer wieder auftreten, natürlich inkludiert) zumindest nicht wesentlich schmälern dürfte.


Allen noch einen gemütlichen Abend
H.S.

Sinatra - Entertainer Of The Century
http://www.geocities.com/allthewaysinatra
“...die Diskussion geht weiter!...wo wenn nicht hier, wann wenn nicht jetzt?“

F. X. Huber
Fahnenflüchtiger


Beiträge: 408

29.01.2010 23:36
#2 RE: ARCHIV-THEMA: Wie lange noch? Zitat · antworten

Aus meiner heutigen Sicht wird Sinatra mich in der einen oder anderen Form bis an mein Lebensende begleiten - freilich würde ich keine Wette darauf abschließen. Wie bereits an anderer Stelle kundgetan, dosiere ich sparsam und lege zum Teil längere Pausen von mehreren Monaten ein. Angesichts der Fülle von zur Verfügung stehendem Material ist es nur natürlich, dass man bei solchem Verfahren nicht alles im Gedächtnis behält und somit vieles, wenn es nach Jahren wieder einmal zu Gehör kommt, mit ganz anderen Ohren hört: vielleicht in einer anderen Lebenssituation, mit anderen Erkenntnissen oder in einer anderen Grundstimmung.

Sinatra ist in meinem Leben die Musik für die edlen Momente, der Champagner unter den Schaumweinen der Unterhaltungsmusik. Dadurch, dass ich regelmäßig auch andere Musik höre, komme ich nie in die Verlegenheit, Sinatras gänzlich überdrüssig zu werden. Wenn, so ist es nur eine vorübergehende Pause. Und selbst wenn so eine Pause einmal acht Monate bis fünf Jahre dauern sollte, ich werde immer wieder auf Sinatras Oeuvre zurückkommen.
Nichtsdestoweniger würde ich mir wünschen, dass einmal der Tag kommt, an dem diese Aussage wiederlegt wird. Denn das würde bedeuten, dass die Musik des 21. Jahrhunderts jemanden hervorgebracht haben würde, der größer wäre als Sinatra. Damit zu rechnen ist freilich nicht, aber die Hoffnung stirbt nie, und im Sinne der Kultur sollte man nicht destruktiv-reaktionär sein und hoffen, dass so etwas nie passieren kann. Denn wer dies dennoch tut, mag sich Rush Limbaugh in dessen Hoffnung anschließen, Präsident Obama richtig gepflegt versagen zu sehen. Ich für meinen Teil glaube fest daran, dass irgendwann einmal wieder überwältigende Musik gemacht wird. Nur, dass dies zu meinen Lebzeiten passieren soll, bezweifle ich. Schön wär's trotzdem ...

Be who you are and say what you feel because those who mind don't matter and those who matter don't mind.

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Sehr geehrte Damen und Herren Leserinnen und Leser - Sie befinden sich in einer Kommunikationseinrichtung, welche den ENTERTAINER OF THE CENTURY (mit anderen Worten SINATRA, SINATRA und nochmals SINATRA) in ersprießlicher Weise thematisiert wissen möchte. Geschätztes Publicum: Diese Einrichtung ist in der Tat so hochgradig erquickend, so ungemein gastlich, der Wohlfühlfaktor so enorm hoch, dass es kurzum nichts Geringeres denn eine wahre Lust ist, sich hierorts aufzuhalten und sich durch die mannigfaltigen Rubriken zu bewegen! Sehen Sie sich gut und in aller Ruhe um und Sie werden - darauf mein Wort - nicht umhinkommen zu sagen: "Hier ist es schön, hier will ich bleiben."

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